Was tun auf dem Land?

Was für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, ist bei einigen noch gar nicht angekommen: DSL. Ca. 10% der deutschen Bevölkerung steht noch kein schnelles Internet zur Verfügung. Die großen Internetzugangsanbieter versprechen, den Ausbau von DSL-Leitungen weiter voran zu treiben. Wer nicht länger warten kann und will, dem stehen eine Reihe von anderen Möglichkeiten offen, sich Zugang zur Datenautobahn zu verschaften.

Je abgelegener man wohnt, desto schlechter stehen die Chancen, überhaupt mit DSL versorgt zu werden. Zumindest muss man sich auf lange Wartezeiten einstellen. In Ballungszentren, wo auf jede örtliche Vermittlungsstelle eine Vielzahl von Anschlüssen kommt, schreitet hingegen der Ausbau rasch voran: schließlich sind solche Gebiete für die Anbieter rentabler.

Ein Ausbau im ländlichen Raum lohnt sich für die Telekommunikationsunternehmen allein aus Prestigegründen. Schließlich will man ja nicht als Buhmann dastehen. Die Versorgung ihrer Gemeinden haben sich auch Bürgerinitiativen zur Aufgabe gemacht. Was sie erreichen müssen, ist die Anbieter von der Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme zu überzeugen. In der Scheiz gehört ein schneller Internetzugang zur Grundversorgung. Der Höchstpreis für den Internetzugang ist ebenfalls gesetzlich geregelt.

Welche Alternativen gibt es?

Da gibt es beispielsweise die Übertragung von Breitband über die Luft. Per Satellit konnte man bisher schnell Daten empfangen (1 Mbit/s), aber nur langsam über die Modem- oder ISDN Leitung senden. Dies hat sich nun geändert. Inzwischen können von zu Hause aus auch schnell Daten über den Satellit verschickt werden. Weil eine Satellitenschüssel gebraucht wird, sind die Hardwarekosten vergleichsweise hoch. Wer einen Kabelanschluss besitzt, kann diesen als Internetzugang nutzen. Da er ja schon vorhanden ist, fallen kaum Investitionskosten an.

Handynetzbetreiber bieten ihr Mobilfunktnetz für die Nutzung von UMTS an. Demnächst kann die schnellere Variante HSDPA beansprucht werden. Wie beim Kabelfernsehen auch, ist bei den Mobilfunkbetreibern der Fokus auf die Ballungsräume gerichtet. In den Kinderschuhen steckt noch Wimax. Dabei kann eine Funkantenne im Umkreis von 50 Kilometern die Umgebung mit Breitband versorgen. Die Nutzer innerhalb dieses Radius teilen sich die Bandbreite.

Weil mit zunehmender Nutzerzahl also die Geschwindigkeit abnimmt, wird es den Bezug dieser Technik wohl über Volumentarife geben. Den Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministerium kann man zur Überprüfung der Netzverfügbarkeit zur Hilfe nehmen.