DSL Verfügbarkeit

Was die DSL Verfügbarkeit angeht, sind einige unter uns benachteiligt. Zumeist die, die auf dem Land wohnen. Dort lohnen sich nach Meinung der Telekommunikationsbranche keine großen Investitionen, weil die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. Die Verfügbarkeit von DSL hängt mit der Länge der Leitung und deren Durchmesser zusammen. Je länger die Leitung zwischen Anschlussteilnehmer und örtlicher Vermittlungsstelle ist und je geringer der Durchmesser der Leitung ist, desto größer ist die Dämpfung. Die DSL-Signale werden also schwächer.

Weiterhin ist für die Qualität der Verbindung die Teilnehmeranzahl in ein und demselben Anschlussgebiet von Bedeutung. Je mehr Anschlüsse vorhanden sind, desto größer sind die Interferenzen zwischen den einzelnen Verbindungen. Ausreichend viele Ports sollten ebenfalls an der örtlichen Vermittlungstelle vorhanden sein. Zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle muss durchgehend Kupferkabel verlegt sein.

Alternative Anschlüsse

Wer mit Breitbandgeschwindigkeit ins Internet will, sollte sich Alternativen überlegen, wenn er keine Lust hat, auf einen DSL-Anschluss zu warten. Wer einen Fernsehkabelanschluss hat, kann über diesen z.B. in Internet gehen.
Man ist deshalb nicht gezwungen, wieder auf Kabelfernsehen umzusteigen, falls man zwischendurch auf Satellitenempfang umgestiegen ist. Auch beliebt ist der Bezug von Breitband via Satellit. Dessen Signale dringen auch noch in die entlegendsten Gebiete vor. Insofern wird es keine Empfangsprobleme geben.

Ausbau des DSL Netzes

Die Telekom will den jetzt noch nicht mit Breitband ausgestatteten Bevölkerungsteilen den Zugang zu DSL nach und nach ermöglichen. Bis Ende sollen 2008 sollen 96% der Haushalte mit einem DSL-Anschluss ausgestattet sein. Davon sollen wiederum 80 von 100 mit einer Mindestgeschwindigkeit von 2 Mbit/s im Netz unterwegs sein können.

Die Telekom hofft, dass sie die Menschen, denen sie einen DSL-Anschluss zur Verfügung stellt auch hinterher als Kunden gewinnen kann. Damit will der Konzern sein rückläufiges Festnetztelefoniegeschäft ausgleichen. Vodafone will die Verfügbarkeit über einen DSL-Anschluss über freiwerdenden Fernsehenfrequenzen erreichen. Mit der Einführung des digitalen Fernsehen ist dies theoretisch möglich. Der Telekomkonkurrent schlägt eine Versteigerung der Frequenzen vor. Dann können die Kunden per Handy ins Internet.

Im Gegenzug sollen sich die Telekommunikationskonzerne dazu verpflichten, die Bevölkerung flächendeckend mit Breitbandzugängen zu versorgen. Die Verfügbarkeit über einen DSL 16000 Anschluss sagt noch nichts über die tatsächliche Verbindungsgeschwindigkeit aus. Oft wird der versprochene Wert unterschritten. DSL verfügbar zu machen für möglichst viele Menschen, haben inzwischen auch Bürgerinitiativen zu ihrem Ziel erklärt.