Kampf um die Kunden
Aggressive, teils irreführende Werbung seitens der Telekommunikationsanbieter weckt den Unmut der Verbraucher. Der Tarifdschungel trägt auch nicht unbedingt dazu bei, dass den Konsumenten die Augen leuchten, wenn es um die Beschaffung von Internet, Fest- und Mobilnetz geht. Ständig werden neue Tarife aus dem Boden gestanzt oder eingefroren, darüber hinaus sind sie nur schwer vergleichbar, weil sie sich in ihren Leistungen überschneiden.
Was sich jeder denken kann, nämlich das die agressive Werbung sich beim Kunden auf die Dauer nicht auszahlt, wurde nun vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PricewaterhouseCooper wissenschaftlich bestätigt: und zwar mit einer eigens dafür durchgeführten repräsentativen Umfrage.
Mit günstigen Preisen, Zusatzleistungen und geschenkter Hardware gehen die Anbieter auf Kundefang und tragen damit gleichzeit zur Orientierungslosigkeit auf der Kundenseite bei. Damit kann man vor allem keine älteren Kunden gewinnen, die vermögend und immer zahlreicher sind aufgrund der Verschiebung der Alterspyramide.
Kunden bleiben bei ihrem Anbieter - da wissen sie, was sie haben
Vier von fünf Personen bleiben lieber bei ihrem alten Vertrag - da wissen sie wenigsten, was sie haben. 60 von 100 haben in den letzten drei Jahren weder ihren Festnetz-, Handy- oder Internetanbieter gewechselt. Außerdem muss man bedenken, dass wenn man sich für einen Tarif entscheidet, dieser einen meist für zwei Jahre bindet. So häufig hat man auf kurzfristige Zeiträume gesehen also gar nicht die Möglichkeit zum Wechsel.
Missverständnisse durch Werbung
Wer ein mal auf ein Lockangebot eingegangen ist, das sich später als Mogelpackung erwiesen hat, wird nicht mehr so häufig wechseln wollen, um nicht von neuem enttäuscht zu werden. Unzulässige Klauseln in den AGB sind ein weiteres Ärgernis der Verbraucher. Damit lassen sich keine Kunden gewinnen. 90% der Handybenutzer gehen nicht über ihre Gerät ins Internet. Für Zwei Drittel der befragten Personen stand fest, dass sie mobiles Internet nicht bräuchten, 22 von 100 befürchteten zu hohe Kosten und 13% sagte der beworbene Begriff "mobiles Internet" überhaupt nichts.