Entbündelter DSL-Anschluss

Um Zugang zum Internet zu bekommen, braucht man kein Kunde der Telekom sein. Der IT-Branchenverband Bitkom hat in einer Studie herausgefunden, dass inzwischen elf Prozent der Deutschen keinen Festnetzanschluss haben und statt dessen mit dem Handy, dem Kabelanbieter oder dem Internet den Kontakt zur Außenwelt herstellen. Junge Leute sind dabei in der Vorreiterrolle. Damit wollen sie unter anderem die saftige Grundgebühr umgehen.

Der Wunsch nach einem schnellen Internetanschluss lässt viele jedoch von einer Kündigung bei der Telekom absehen. Dabei ist für DSL ein Festnetzanschluss gar nicht mehr nötig. Alternativ können entbündelte DSL-Anschlüsse genutzt werden. Um die Kunden bei der Stange zu halten, hat die Telekom nun mit ihrer Tochter Congstar auch einen solchen entbündelten Anschluss im Angebot. So kann sie preislich mit der Konkurrenz mithalten.

Technisches

Bei entbündelten DSL-Anschlüssen wird dem Benutzer vom Anbieter meist eine oder mehrere Festnetznummern mitgeliefert, damit über Internet telefoniert werden kann. Ansonsten müssten Anrufer den Nutzer entbündelter DSL-Anschlüsse ja auf das Handy anrufen, es sei denn, der Handyvertrag beeinhaltet eine Festnetznummer, über die man zu Hause erreichbar ist.

Das alte Festnetznetztelefon kann über VoIP-fähige Hardware mit dem DSL-Anschluss verbunden werden. Der Nutzer kann über das Festnetz Gespräche nach außen führen und über die zugewiesene Festnetznummer Anrufe entgegen nehmen.

Telefonieren bleibt weiterhin möglich

Der Rechner muss dafür nicht eingeschaltet sein. Ist die Internetverbindung gestört, können allerdings auch keine Gespräche geführt werden. Gegen Entgeld kann die alte Festnetznummer beibehalten werden. So muss man nicht aller Welt eine neue Telefonnummer mitteilen. Wahlweise kann man zwischen einer Telefonflatrate oder Gebühren pro Anruf entscheiden. Damit ViIP auch reibungslos funktioniert,sollte man schon einen DSL 6000 Vertrag haben.