Initiative für Breitband
Damit man jenseits der Städte in Kommunen und Landkreisen ebenfalls mit Breitbandgeschwindigkeit ins Internet gehen kann, nehmen Initiativen nun die Versorgung mit dem Hochgeschwindigkeitszugang selbst in die Hand. So engagiert sich beispielsweise die Breitband-Initiative HSK im Hochsauerlandkreis. Ziel der Bemühungen ist vor allem die Versorgung mittelständischer Unternehmen mit Breitbandanschlüssen.
Dazu legen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft nun gemeinsam Hand an. Zu den Mitbegründern der Initiative gehört Professor Stephan Breide von der FH Südwestfalen. Ihm verdankt die Initiative eine Studie über die Breitbandanbindung des Hochsauerlandkreises. Das eine hundertprozentige Versorgung technisch nicht machbar ist, davon ist er überzeugt. Die Versorgung soll aber auf ein Maximum gesteigert werden.
Aufklärung ist das Ziel
Breide geht davon aus, dass es langfristig für Unternehmen nachteilig ist, wenn sie größere Datenmengen empfangen und verschicken müssen und dabei nur ISDN-Geschwindigkeit haben. Eine gute Internetanbindung sieht er als Standortvorteil. Was die Initiative bezweckt, ist insbesondere Aufklärung. Viele Mittelständler wüssten gar nicht, welche Möglichkeiten sich ihnen mit der Nutzung von schnellem Internet bieten. Daran anschließend kann der Bedarf ermittelt werden, um dann in einem letzten Schritt in Verhandlungen mit Anbietern von Breitbandanschlüssen zu treten.
Damit die Initiative zum Erfolg führt, wurden Vertreter aus alllen gesellschaftlichen Bereichen an den Tisch geholt. Die Initiative will ein Prozesshandbuch erstellen, was dann auch später anderen Kommunen zu Gute kommen soll. Neben der Wasser- und Energieversorgung wird ein Breitbandanschluss von der Initiative zur Grundversorgung gezählt.
Breitband als Grundversorgung
In dünn besiedelten Gebieten überlegen es sich die Telekommunikationsanbieter zweimal, ob sich eine Investition in den Ausbau rentiert. Daher will die Breitband-Initiative HSK eine Bündelung der Nachfrage und kommunale Vorleistungen an die Anbieter erreichen.
Die Idee, der Bundesnetzagentur das komplette Netz zu übergeben, ist laut Meinung der Initiative zurzeit politsch nicht durchsetzbar. Dann würden jedoch die Strukturen renditeunabhängig verbessert werden und die Telekommunikationsunternehmen müssten für die Erreichung der zuvor gemiedenen Landbewohner Geld an die Agentur zahlen.